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27.Oktober, Flughafen Köln/Bonn. Mein Koffer sicher bei der Gepäckablage verstaut befinde ich mich während der Heimreise auf einen kurzen Umweg zum “Ende Gelände”-Protest gegen die von RWE-geplante Abholzung des Hambacher Forst.

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Bei meiner Ankunft am Versammlungstreffpunkt in der Nähe von Köln bin ich überrascht zahlreiche Demonstranten trotz des kalten herbstlichen Wetters vorzufinden. Interessiert höre ich zu, wie inspierende Reden gehalten und kreative Protestparolen gemeinsam gerufen/gesungen werden.

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Schließlich bewegt sich die “aufgeheizte” Menge an Protestierenden in Richtung der nächsten Ortschaft und teilt sich dann plötzlich  in  die auf, die in den Wald weiterlaufen und die restlichen, die zurückbleiben, um den anderen die Daumen zu drücken.

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Nach langem Zögern überkommt mich schließlich die Neugier: Ich folge einer Gruppe von Demonstranten durch den riesigen Wald, die wiederum von einigen Polizisten verfolgt werden…

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Irgendwann bleibe ich während der ganzen Aktion stehen und ich blicke hoch in das lichtdurchflutete Blätterwerk des Hambacher Forst: ,,Das ist also der Wald, der so vielen Menschen am Herzen liegt und den es heute zu schützen gilt.”

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Nach einem Kilometerweitem Marsch komme ich schließlich  am “Ende des Geländes” an: Am Abgrund einer riesigen Grube stehend blicke ich ganz neugierig auf dessen Grund, wo mutige Demonstranten sich bereits auf den Schienen ausgebreitet haben.

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Oben am Hang lange Zeit sitzend beobachte ich, wie sie ganz friedlich unten demonstrieren. Dann denke ich mir: ,,Wenn ich es schon bis hierhin geschafft habe, warum dann nicht auch das letzte Stück mitgehen?”

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Gedacht, getan. Nach kurzer Zeit befinde ich mich unten mit den anderen Demonstranten auf den Gleisen. Doch dann irgendwann ein Augenblick der Panik: Ich muss etwas Wichtiges auf dem Weg dorthin verloren haben!

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Schnell erkundige ich mich bei einem Polizisten in der Nähe, ob ich wieder zurück könnte, um es zu suchen. Als er verneint, frage ich ihn ein bisschen verwundert: ,,Sie wollen also, dass ich hier auf den Schienen bleibe und sie nicht verlasse?” Seine kurze Antwort nach einer langen Denkpause: “Ja.” (Kein Kommentar.)

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Später verlasse ich  dann doch die Grube an einer anderen Stelle. Mein Koffer wartet auf mich am Flughafen. Die Heimreise geht weiter…

 

 

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