09.September, Koblenz.  Am ”Tag des offenen Denkmals” lud das Fort Asterstein Besucher dazu ein, einen neuen interessanten Ort des kulturellen Erbes in Europa zu erkunden. “Entdecken, was uns verbindet” war das Motto  des diesjährigen  europäischen Kulturerbejahres 2018.

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Beim Fort Asterstein handelt es sich um eine im 19. Jahrhundert erbaute ehemalige preußische Festungsanlage. Benannt wurde das auf der rechten Seite des Rheines liegende Bauwerk nach dem preußischen General Ernst Ludwig von Aster.

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Die Anlage diente damals dem Schutz der Stadt sowie der Festung Ehrenbreitstein. Heutzutage dient das Bauwerk als Begegnungsort für kulturelle Veranstaltungen in Zeiten des Friedens durch die Europäische Union. Nähere Informationen hierzu können weiter unten gefunden werden (siehe “Hintergrundinformationen”).

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Unter einem strahlend blauen Himmel  wurde Europa an diesem besonderen Tag mit Musik, Film und Sport zu einem wahrlich kulturellen Erlebnis für zahlreiche Bürger vor Ort. So performte Lulo Reinhardt als Botschafter der Sinti-Kultur zusammen mit anderen engagierten Koblenzer Sinti Musikern einen leidenschaftlichen Sinti Swing; voller Einsatz wurde mit einer Kickbox-Einlage vom Kickboxweltmeister gezeigt und eine Filmvorführung über das Fort Asterstein zum Besten gegeben. Oberbürgermeister der Stadt Koblenz David Langner sowie Europaabgeordneter Romeo Franz trafen mit ihren inspirierenden Reden ebenfalls einen Ton bei den Anwesenden.

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Bei der Veranstaltung “Entdecken, was uns verbindet” ging es letztlich darum, einen Bezug zwischen der EU und seinen europäischen Bürgern in Europaskeptischen Zeiten des Populismus wieder herzustellen. Eine Kluft der Befremdung sollte überbrückt werden, in dem das abstrakte  Konzept Europas dem Bürger als kulturelles Erlebnis mit Hilfe von Medien wie Musik, Film und Sport wieder näher gebracht wird.

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Europa ist in diesem Kontext als normatives Konstrukt zu begreifen: Das Konstruieren einer gemeinsam erlebten Narrative über ein Europäisches Denkmal breitete sich am Tag geöffneter historischer Türen wie eine “Flamme der Begeisterung” unter den Besuchern aus. Die Stadt Koblenz stellt mit seiner Veranstaltung eines “gelebten Europas” einen Erfolg dar, an dem viele Städte in Europa sich ein gutes Beispiel nehmen können.


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Hinergrundinformationen:

Die Stadt Koblenz ist mit seinem Fort Asterstein am sogenannten MAPS-Projekt (”Military Assets for Public Spaces”) beteiligt. Das Ziel dieser Initiative ist es, neue dem Zeitalter gerechteren Funktionen für brachliegende Militäranlagen in Europa zu finden. Innovative Nutzungsstrategien für ausgediente Festungsanlagen sollen hierbei entwickelt werden, die eine nachhaltigere Stadtentwicklung zum Ergebnis haben. Vielversprechende Potenzialflächen sind in Europa zu erkennen, dessen Entwicklungsmöglichkeiten es auf sozialer, ökologischer sowie wirtschaftlicher Weise für seine Bürger auszuschöpfen gilt.

Das Besondere  bei diesem Projekt ist dessen Anspruch, transnationale Zusammenarbeit in Europa fördern zu wollen. Ermutigt werden soll hierbei der europäische Erfahrungsaustausch unter verschiedenen Städten in Europa. Insgesamt kooperieren 9 Partnerstädte bei der Entwicklung neuer Konzepte für die Aufwertung ehemaliger Festungsbereiche in Deutschland, Irland, Italien, Griechenland, Kroatien, Litauen, Portugal, Spanien und Ungarn.

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Nach erfolgreichem Abschluss des MAPS-Projektes (03.0.5.2018) soll die erneuerte Festungsanlage Fort Asterstein auch weiterhin für zukünftige friedliche  Kulturveranstaltungen in Europa genutzt werden.


Quellenangaben:

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