Vielfalt verbindet ∞ Diversity connects ∞ Diversité unifie ∞

Kulturelle Vielfalt als “buntes Band”, die eine tolerante, weltoffene Stadt verbindet!

Unter dem diesjährigen Motto “Vielfalt verbindet!” nahmen die “Interkulturellen Wochen” ein feierliches Ende am 3.November in der Stadt Koblenz. Am “Fest der Kulturen” des Beirates für Migration und Integration nahmen zahlreiche Gäste teil, die sich einen ganzen Abendlang  verschiedener kultureller und künstlerischer Darbietungen erfreuen konnten (siehe Bilder unten). Das Fest der Kulturen wird organisiert vom Beirat und vom Sachgebiet Integration.

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Folklore Gruppe der Alevitischen Gemeinde Koblenz
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Flamenco Tanzgruppe “La Rosario”
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Sängerin Shahd Syoufi (begleitet von Khaldoon Aljwlany am Keyboard)
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StandUp Comedy mit Amir Shahbazz
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Dirk Schäfer – stv. Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration (Moderator des Abends)

Als Höhepunkt der Abendveranstaltung galt die Vergabe der Ehrennadel durch den Oberbürgermeister David Langner an drei engagierte Bürger und Bürgerinnen der Stadt Koblenz für ihre besonderen Leistungen und Verdienste im Bereich der Integration von Flüchtlingen in eine neue Gesellschaft.

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[Von links nach rechts:] Preisträger Oberbürgermeister a.D. Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, Integrationsbeauftragte Beate Oster, Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration Serkan Genc, Preisträger*innen,: Manfred Beuth und Maria-Anna Hartmann sowie Oberbürgermeister David Langner

Bunt, tolerant und weltoffen – so präsentierte sich die Stadt Koblenz nicht nur auf ihrer erfolgreichen Abschlussfeier der “Interkulturellen Wochen”, sondern auch schon einige Monate zuvor am “Europäischen Tag des offenen Denkmals” auf dem Fort Asterstein (siehe Bild unten).

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Die  gelebte Kultur Europas und gefeierte Vielfalt der Kulturen in dieser Stadt machen eines  deutlich:

Der Begriff “Kultur” stellt ein Konstrukt der Gesellschaft dar und ist nicht als ein essenzielles Merkmal eines Individuums zu begreifen. Demzufolge sind Identitäten als “Skripte” zu verstehen, die im Laufe gesellschaftlicher Prozesses wie Narrative ständig neu konstruiert und geschrieben werden.

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Kulturfabrik Koblenz (Veranstaltungsort)

Mit diesen Worten endet der heutige Blogbeitrag am 11.11., dem Beginn der Karnevalszeit: Auf das man auf närrische Weise dazu ermutigt wird, in andere Rollen zu schlüpfen und dabei neue Kulturen im Ansatz zu entdecken! 😉

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Diversity as “cultural glue” connecting a colourful cosmopolitan City!

Under this year’s slogan “Diversity connects!”, the “Intercultural Weeks” festively came to a end on the 3rd of November in Coblenz, Germany. The “Festival of Cultures” organised by the City of Coblenz’ Council for Migration and Integration was visited by numerous guests who enjoyed an evening full of culturally diverse performances.

 

 

The evening’s highlight was the moment when the city’s mayor David Langner awarded badges of honour to three dedicated citizens of the City of Coblenz for their efforts and endeavours in integrating refugees into a new society.

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[From left to right:] Chair of the Council for Migration and Integration Serkan Genc, citizens of Coblenz: Eberhard Schulte, Anna Hartmann und Manfred Beuth, as well as Oberbürgermeister David Langner.

Tolerant, colourful and open to the world – the City of Coblenz not only presented itself in this way at the closing ceremony of its “Intercultural Weeks” but also on the “European Open Days of Cultural Heritage” in its Fortress of Asterstein a couple of months ago (see picture below).

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The vividly experienced culture of Europe and celebrated cultural diversity in this city show the following:

The term “culture” represents a concept constructed or fabricated by society. As such, it is not to be mistaken for an essential characteristic of an individual. Identities can be consequently envisaged as “scripts” which are being continuously rewritten and reconstructed like narratives over the course of societal changes.

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Kulturfabrik Koblenz (location of the “Intercultural Weeks”)

It’s with these words that today’s blog entry 11/11 ends and the carnival season in Germany begins: may it encourage you to adopt another role  and to discover new cultures thereby! 😉

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La diversité comme “colle culturelle” qui connecte une ville tolérante et cosmopolite!

Sous le titre de cette année “La diversité connecte!”, les “Semaines Interculturelles” sont arrivées à une fin festive le 3 Novembre dans la ville de Coblence en Allemagne. La “Fête des cultures”, organisée par le Conseil de Migration et d’Intégration, était visitée par de nombreux citoyens et citoyennes. Tout le monde a passé une bonne soirée pleine de performances culturellement variées.

 

 

Le point culminant de la soirée fut le moment où le maire David Langner a décerné un insigne d’honneur aux trois citoyens et citoyennes de la ville de Coblence en reconnaissance de leurs efforts d’intégrer des réfugié*es dans une nouvelle société.

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[De gauche à  droit:] Président pour Migration et Intégration Serkan Genc, citoyens et citoyennes de Coblence: Eberhard Schulte, Anna Hartmann et Manfred Beuth et le maître   David Langner.

Tolérante et cosmopolite – ce n’est pas la première fois que la ville de Coblence est appelée ainsi. Il y a à peine quelques mois que “la journée européenne du patrimoine (journée porte ouverte)” a eu lieu dans la forteresse d’Asterstein (photo ci-dessous).

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La culture vivante d’Europe et la diversité célébrée des cultures différentes dans cette ville démontrent ce qui suit:

Le terme “culture” représente un concept construit et fabriqué par la société. Il ne faut pas donc voir celle-ci comme une caractéristique essentielle d’un individu. L’identité peuvent être envisagées par conséquent comme des “scripts” qui sont sans arrêt reécrits et reconstruits comme des discours d’un processus sociétal.

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Kulturfabrik Koblenz (location)

Voilà, ce sont les mots avec lesquels cet article de blog finit aujourd’hui. D’ailleurs, la date du 11 Novembre est également le début de la saison carnavalesque en Allemagne: Ose adopter un nouveau rôle afin de découvrir de nouvelles cultures! 😉

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“Ende Gelände”-Protest: Der Hambacher Forst bleibt!

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27.Oktober, Flughafen Köln/Bonn. Mein Koffer sicher bei der Gepäckablage verstaut befinde ich mich während der Heimreise auf einen kurzen Umweg zum “Ende Gelände”-Protest gegen die von RWE-geplante Abholzung des Hambacher Forst.

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Bei meiner Ankunft am Versammlungstreffpunkt in der Nähe von Köln bin ich überrascht zahlreiche Demonstranten trotz des kalten herbstlichen Wetters vorzufinden. Interessiert höre ich zu, wie inspierende Reden gehalten und kreative Protestparolen gemeinsam gerufen/gesungen werden.

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Schließlich bewegt sich die “aufgeheizte” Menge an Protestierenden in Richtung der nächsten Ortschaft und teilt sich dann plötzlich  in  die auf, die in den Wald weiterlaufen und die restlichen, die zurückbleiben, um den anderen die Daumen zu drücken.

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Nach langem Zögern überkommt mich schließlich die Neugier: Ich folge einer Gruppe von Demonstranten durch den riesigen Wald, die wiederum von einigen Polizisten verfolgt werden…

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Irgendwann bleibe ich während der ganzen Aktion stehen und ich blicke hoch in das lichtdurchflutete Blätterwerk des Hambacher Forst: ,,Das ist also der Wald, der so vielen Menschen am Herzen liegt und den es heute zu schützen gilt.”

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Nach einem Kilometerweitem Marsch komme ich schließlich  am “Ende des Geländes” an: Am Abgrund einer riesigen Grube stehend blicke ich ganz neugierig auf dessen Grund, wo mutige Demonstranten sich bereits auf den Schienen ausgebreitet haben.

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Oben am Hang lange Zeit sitzend beobachte ich, wie sie ganz friedlich unten demonstrieren. Dann denke ich mir: ,,Wenn ich es schon bis hierhin geschafft habe, warum dann nicht auch das letzte Stück mitgehen?”

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Gedacht, getan. Nach kurzer Zeit befinde ich mich unten mit den anderen Demonstranten auf den Gleisen. Doch dann irgendwann ein Augenblick der Panik: Ich muss etwas Wichtiges auf dem Weg dorthin verloren haben!

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Schnell erkundige ich mich bei einem Polizisten in der Nähe, ob ich wieder zurück könnte, um es zu suchen. Als er verneint, frage ich ihn ein bisschen verwundert: ,,Sie wollen also, dass ich hier auf den Schienen bleibe und sie nicht verlasse?” Seine kurze Antwort nach einer langen Denkpause: “Ja.” (Kein Kommentar.)

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Später verlasse ich  dann doch die Grube an einer anderen Stelle. Mein Koffer wartet auf mich am Flughafen. Die Heimreise geht weiter…

 

 

Entdecken, was uns verbindet in Europa!

09.September, Koblenz.  Am ”Tag des offenen Denkmals” lud das Fort Asterstein Besucher dazu ein, einen neuen interessanten Ort des kulturellen Erbes in Europa zu erkunden. “Entdecken, was uns verbindet” war das Motto  des diesjährigen  europäischen Kulturerbejahres 2018.

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Beim Fort Asterstein handelt es sich um eine im 19. Jahrhundert erbaute ehemalige preußische Festungsanlage. Benannt wurde das auf der rechten Seite des Rheines liegende Bauwerk nach dem preußischen General Ernst Ludwig von Aster.

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Die Anlage diente damals dem Schutz der Stadt sowie der Festung Ehrenbreitstein. Heutzutage dient das Bauwerk als Begegnungsort für kulturelle Veranstaltungen in Zeiten des Friedens durch die Europäische Union. Nähere Informationen hierzu können weiter unten gefunden werden (siehe “Hintergrundinformationen”).

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Unter einem strahlend blauen Himmel  wurde Europa an diesem besonderen Tag mit Musik, Film und Sport zu einem wahrlich kulturellen Erlebnis für zahlreiche Bürger vor Ort. So performte Lulo Reinhardt als Botschafter der Sinti-Kultur zusammen mit anderen engagierten Koblenzer Sinti Musikern einen leidenschaftlichen Sinti Swing; voller Einsatz wurde mit einer Kickbox-Einlage vom Kickboxweltmeister gezeigt und eine Filmvorführung über das Fort Asterstein zum Besten gegeben. Oberbürgermeister der Stadt Koblenz David Langner sowie Europaabgeordneter Romeo Franz trafen mit ihren inspirierenden Reden ebenfalls einen Ton bei den Anwesenden.

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Bei der Veranstaltung “Entdecken, was uns verbindet” ging es letztlich darum, einen Bezug zwischen der EU und seinen europäischen Bürgern in Europaskeptischen Zeiten des Populismus wieder herzustellen. Eine Kluft der Befremdung sollte überbrückt werden, in dem das abstrakte  Konzept Europas dem Bürger als kulturelles Erlebnis mit Hilfe von Medien wie Musik, Film und Sport wieder näher gebracht wird.

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Europa ist in diesem Kontext als normatives Konstrukt zu begreifen: Das Konstruieren einer gemeinsam erlebten Narrative über ein Europäisches Denkmal breitete sich am Tag geöffneter historischer Türen wie eine “Flamme der Begeisterung” unter den Besuchern aus. Die Stadt Koblenz stellt mit seiner Veranstaltung eines “gelebten Europas” einen Erfolg dar, an dem viele Städte in Europa sich ein gutes Beispiel nehmen können.


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Hinergrundinformationen:

Die Stadt Koblenz ist mit seinem Fort Asterstein am sogenannten MAPS-Projekt (”Military Assets for Public Spaces”) beteiligt. Das Ziel dieser Initiative ist es, neue dem Zeitalter gerechteren Funktionen für brachliegende Militäranlagen in Europa zu finden. Innovative Nutzungsstrategien für ausgediente Festungsanlagen sollen hierbei entwickelt werden, die eine nachhaltigere Stadtentwicklung zum Ergebnis haben. Vielversprechende Potenzialflächen sind in Europa zu erkennen, dessen Entwicklungsmöglichkeiten es auf sozialer, ökologischer sowie wirtschaftlicher Weise für seine Bürger auszuschöpfen gilt.

Das Besondere  bei diesem Projekt ist dessen Anspruch, transnationale Zusammenarbeit in Europa fördern zu wollen. Ermutigt werden soll hierbei der europäische Erfahrungsaustausch unter verschiedenen Städten in Europa. Insgesamt kooperieren 9 Partnerstädte bei der Entwicklung neuer Konzepte für die Aufwertung ehemaliger Festungsbereiche in Deutschland, Irland, Italien, Griechenland, Kroatien, Litauen, Portugal, Spanien und Ungarn.

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Nach erfolgreichem Abschluss des MAPS-Projektes (03.0.5.2018) soll die erneuerte Festungsanlage Fort Asterstein auch weiterhin für zukünftige friedliche  Kulturveranstaltungen in Europa genutzt werden.


Quellenangaben:

London’s Calling – Let’s March for Europe!

It was 4:00 am on a chilly Saturday morning in autumn when I woke up to catch my train going to London. Following a call from the People’s Vote campaign, I had decided to join a public march in support of a second referendum on the UK’s 2019 exit from the European Union (‘Brexit’). It was a historic day when a public window of opportunity was being opened with the collective aim of potentially halting and changing the detrimental course of Brexit.

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Around midday, I finally arrived at the scene of protest: Under a clear sunny sky, people were waving EU flags and chanting pro-European slogans. There were also many creative posters of protest bobbing up and down in a wave of demonstrators. The whole scene reminded me a bit of a carnival parade back home in Germany. People were peacefully protesting all along the approximately 4-kilometre walk from Hyde Park to the Parliament of Westminster.

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Present among the crowd that day were representatives from several political parties (Labour, Conservative, Greens, LibDems, etc.), NGOs supporting young activists, women groups, LGBT rights, etc., demonstrators from different age groups (pensioners, students, families with children, etc.) as well as people from all across the UK (Wales, Scotland, Northern Ireland, etc.) and even abroad (France, Germany, Poland, etc.). There were people with different backgrounds from all walks of life.

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That day, there was an overwhelming wave of EU emotional outpouring onto the streets with demonstrators filling them like a peacefully-forward moving stream or a pulsating artery of passion for Europe. The campaigners’ march demonstrated the successful channelling of protestors’ emotions as a necessary means (public pressure) to a desired end (political lever).

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Later on, I found out that there must have been about 700.000 protestors gathering in the streets that day. The People’s Vote campaign has been said to be the largest protest since the demonstration against the War on Iraq in 2003. The mayor of London, Sadiq Khan, has described it moreover as a ‘historic moment’ for democracy.

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What motivated me to wake up that early and to join this special march was my genuine wish for the UK to maintain a strong role in shaping the European Union in the future. Europe’s oldest democracy continues to set an excellent example for many young democracy-aspiring countries in the EU. The UK represents a beacon of hope projecting Western values into ‘darker corners’ on the world stage. As such, it is and will always remain a solid rock for a lasting democratic foundation in Europe’s architecture.

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Sources:


Note:

Do you have some family in the UK, British (Erasmus) friends or simply enjoy spending your holidays in the country of The Beatles? If yes, feel free to make use of some additional resources below which you can use as a tool-kit in order to promote German-British relations.

 

Mein Burgfräulein – My Fair Lady of the Castle

Eine deutsch/englische Geschichte für meine lieben Nichten und Neffen im Ausland, die gerne etwas Neues über ein anderes Land lernen möchten.
Ich habe auch mal so jung angefangen wie Ihr! 

A German/English story for my dear nieces and nephews abroad who would like to learn something new about another country.
I have also once begun as young as you! 

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Evelyne-Rose, eine 17-jährige Schülerin aus England, besucht zurzeit ihren deutschen Brieffreund Thorsten während eines Schüleraustauschs im Ausland. Sie freut sich darauf, eine besondere Ecke Deutschlands erkunden zu können, wo die beiden Flüsse – die Mosel und der Rhein –  am berühmten Deutschen Eck ineinander fließen. Die Gastfamilie ihres Freundes lebt etwa eine Stunde davon entfernt in einem verschlafenen malerischen Dorf im tiefen Hunsrücker Wald.

     Evelyne-Rose, a 17-year-old-student from England, is currently visiting her German pen pal Thorsten on a school exchange abroad. She is looking forward to exploring a special corner of Germany where the two rivers – the Mosel and the Rhine – meet at the famous Deutsche Eck. Her friend’s host family lives about an hour away in a sleepy picturesque village tucked away in a forest of Hunsrück.

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“Wie kannst du dich jemals daran gewöhnen, so früh morgens erst den Bus rechtzeitig bekommen zu müssen, danach in den Zug noch umzusteigen und schließlich einen steilen Berg hinauf zu pilgern?“, fragt sie ihren Freund um 6:00Uhr morgens auf dem Weg zur Schule. „Nun ja, das war nicht ich, der die Idee hatte, eine Schule oben auf einem Berg zu errichten… Hör lieber auf dich zu beschweren und helf mir dabei, meine Vokabeln für die Englischprüfung heute nochmal zu wiederholen.“ „Muss ich? Wir haben die ganze Nacht gepaukt. Ich bin müde!” “Just one last time, please!”

     “How can you ever get used to first having to catch the bus on time, then having to switch to the train and finally having to climb up that steep hill – so early in the morning?” She asks her friend at 6:00am on their way to school. “Well, it’s not me who had this idea to build our school on top of a hill…. Stop complaining and help me practice again my vocabulary for today’s English exam.” “Do I have to? We’ve been studying all night. I’m tired!” “Nur noch ein einziges Mal, bitte!”

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Nach ihrer “Pilgerfahrt“ zur Schule ist Evelyne-Rose darüber erleichtert, sich endlich in der Klasse neben ihrem Freund ausruhen zu können. Sie blickt aus dem Fenster auf die Burg, schubst Thorsten plötzlich an und fragt: „Hey, warst du jemals dort oben?“ „Nein…“ „Ist das dein ernst? Das ist doch direkt neben deiner Schule!“ „Nun ja, das ist dann womöglich auch der Grund weshalb ich nie da gewesen bin.“ Er grinst. „Es soll ca. 500 Burgen und Schlösser in unserer Region geben. Sie sind wie Pilze in der ganzen Landschaft verteilt… Sie fallen mir schon gar nicht mehr wirklich auf.“ „Ruhe bitte! Ihr stört den Unterricht“, ruft eine uralte Frau, die scheinbar schon mehrere Generationen von Schülern unterrichtet hat.

     After their pilgrimage to school, Evelyne-Rose is relieved to be finally resting in class next to her friend. Staring out of the window onto a castle, she nudges Thorsten all of a sudden and asks him: “Hey, have you ever been up there? “ No…” “Seriously? It’s right next to your school!” “Well, that’s probably the reason why.” He smirks. “There are about 500 castles in our region. They spread across our landscape like mushrooms… I don’t even notice them anymore.” “Quiet, please! You’re disturbing the lesson”, cries an “ancient” woman who appears to have already taught many generations of students at their school.

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Evelyne-Rose flüstert ganz leise zu Thorsten: „Das ist doch keine Entschuldigung! Wir können die Burg diesen Nachmittag nach deiner Prüfung gemeinsam besuchen gehen. Ich bin gespannt, wie es darin aussieht.“ Sie dreht sich von ihm weg, starrt wieder aus dem Fenster und fängt an, zu träumen…

     In a barely audible whisper, Evelyne-Rose says to Thorsten: “That’s no excuse! We can visit the castle next to your school this afternoon after your exam. I am curious what it looks like inside.” She turns away and stares again out of the window, daydreaming…

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“Du bist spät dran, junge Dame! Beeil dich, sonst verpasst du noch deine erste Prüfung zur Burgfräulein.“ Evelyne-Rose will sich nach ihrer uralten Lehrerin umdrehen, aber findet stattdessen nur eine alte Magd.  Irritiert blickt die Schülerin sich plötzlich in einem ihr unbekannten Ort voller Wandteppiche, glänzenden Waffen und verstaubten Spinnennetzen um. „Wie komme ich aus heiterem Himmel auf eine Burg?  Wo ist mein Freund, Thorsten?“

     “You’re late, young lady! Hurry up or you’ll miss your first test as fair lady of the castle”. Evelyne-Rose turns around in confusion expecting to see her ancient teacher again but faces an old maid instead. The student finds herself all of a sudden in an unfamiliar place full of tapestry, shiny armory and dusty cobwebs. “How come I am suddenly in a castle? Where’s my friend Thorsten?”

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“Ruhe bitte!”, ruft die alte Frau. „Wir haben keine Zeit für lächerliche Fragen! Die Uhr tickt und du musst deine erste Aufgabe meistern. Mein Freund, der Bibliothekar, wartet bereits auf dich. Er wohnt oben auf einem Berg in einem Elfenbeinturm. Dort gibt es eine große Glocke, die jede Stunde läutet. Du musst, den Hügel so schnell wie möglich hinauf und ihm seine Bücher über die Geschichte der gesamten Menschheit bringen, bevor die Glocke wieder schlägt!“ Während sie spricht, packt die alte Magd einen Stapel Bücher in einen elastischen Sack, der sich schnell wie eine gestopfte Schlange auszudehnen scheint. Die alte Frau hilft Evelyne-Rose, die schwere Tasche auf ihre kleinen jungen Schultern zu hieven. „Es fühlt sich an, als befände sich eine kleine Bibliothek in diesem sperrigen Sack!“,  jammert das junge Fräulein.

     “Quiet, please!”, cries the old lady. “There’s no time for asking silly questions! The clock’s ticking and you have to begin your first challenge now. My friend, the librarian, is already waiting for you on top of a hill in an ivory tower with a big bell that’s chimes every hour. You need to climb up the hill as quickly as possible and bring him his books on the entire history of humankind – before the bell chimes again!” While talking, the old maid is packing a pile of books into an elastic bag that quickly expands like a stuffed snake. The old maid helps Evelyne-Rose put on the heavy bag on her small young shoulders. She tries to square them bravely. “It feels as if there was a small library in that cumbersome bag!”, the young lady exclaims.

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Wie eine kleine Ameise, die Blätter trägt, die zu groß für sie scheinen, arbeitet Evelyne-Rose sich langsam und mühselig den steilen Berg hinauf. Zu allem Überfluss, schwappt plötzlich noch eine Welle von Touristen die enge Serpentinen-artige Gasse hinunter… „Würden Sie mich bitte vorbeilassen? Ich habe es eilig!” ruft sie ihnen ungeduldig entgegen. Die Menge aus der viele blaue, rote und weiße Mützen hervorschauten, scheint sie jedoch zu ignorieren. Slalom durch die Menge laufend, schnappt sie hier und da einige Gesprächsfetzen auf. Einige sind in einer Sprache ähnlich der, die sie zurzeit zu lernen versucht und doch irgendwie anders… „Ich werde es auf diese Art und Weise nie den Berg rechtzeitig hinauf schaffen“, seufzt sie verzweifelt.

     Like a tiny ant carrying leaves that appear too big for it, Evelyne-Rose is slowly toiling up that steep hill. To make matters worse, a wave of tourists is suddenly sweeping down the narrow serpentine-like street… “Would you please let me pass, I’m in a hurry!”, she cries impatiently. But the crowds of blue, white and red hats that are bobbing up and down the street seem to be ignoring her. Walking slalom through the masses, she picks up occasionally a few snippets of conversations. Some of them are in a language similar to the one she’s currently trying to learn, yet somehow different… “I will never make it up that hill on time this way”, she sighs in despair.

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Das junge Fräulein ist schon kurz vorm Aufgeben, als sie plötzlich etwas Glänzendes vor sich bemerkt. Sie nimmt ihre schwere Tasche ab, hebt das mysteriöse Stück hoch und sieht es vorsichtig an. Was sie in ihrer Hand hält ist so dünn wie ein Briefumschlag und so leicht wie ein Beutel Federn. Als sie versucht hinein zu schauen, sieht sie ihr eigenes Spiegelbild. Evelyne-Rose berührt sanft die kühle glänzende Oberfläche, woraufhin der Bildschirm angeht und eine künstliche Stimme wie ein plätschernder Echo erscheint:

     The young lady was about to give up when all of a sudden she notices something shiny infront of her. She takes off her heavy bag, quickly picks up the mysterious piece and looks at it carefully. What she holds in her hand is as thin as envelope and as light as a bag of feathers. When she tries to look into it, she only sees her reflection. Evelyne-Rose gently touches its cool shiny surface whereupon its screen lights up and an artificial voice appears like rippling echoes out of the blue:

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“Ich  kenne die Lösung all deiner Probleme. Ich kann dir helfen, es rechtzeitig auf den Berg hinauf zu schaffen. Das einzige worum ich dich bitte, ist mir dein linkes Auge oder deinen rechten Daumen zu geben“. „Niemals, das ist viel zu persönlich! Ich brauche mein linkes Auge, um sehen zu können und meine rechte Hand benötige ich unversehrt, um zu schreiben, was rechtens ist…“, ruft Evelyne-Rose entsetzt. Der Bildschirm ist kurz davor gewesen, wieder schwarz zu werden, als die fremde Stimme erneut erscheint und Folgendes in Rätseln spricht:

     “I know the solution to all your problems. I can help you make it on time up that hill. The only thing I am asking for is your left eye or right thumb.” “Never, they’re just too personal! I need my left eye to see and my right hand to write what’s right…” Evelyne-Rose cries horrified. The screen was about to go dark when the strange voice appears again, speaking in riddles the following:

“Ich bin so unendlich wie das Universum und dennoch passe ich in deine kleine Hand. Ich weiß alles und kenne jeden. Ich kenne dich besser, als du selbst.“

     “I am as infinite as the universe and yet I fit into the palm of your tiny hand. I know everyone and everything. I know you better than yourself.”

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Der Bildschirm leuchtet wieder. Schnell gibt Evelyne-Rose dreimal einen Buchstaben ein, woraufhin drei verschiedene Stimmen nacheinander rufen: “Zur Seite, bitte!” “A côté, s‘il vous plaît!” “Stap opzij, alstublieft!” Sie  will nach ihrer schweren Tasche greifen, aber diese scheint implodiert zu sein. Mit dem kleinen Schatz sicher in ihrer Jackentasche verstaut und um einiges leichter, setzt Evelyne-Rose nun ihre Reise den Berg hinauf fort. Dieses Mal verstehen die Touristen sie, als sie sie höflich  darum bittet, zur Seite zu gehen. Die Spitze des Hügels rückt immer näher und kurz bevor die Glocke läutet, ist Evelyne-Rose dann endlich am Ziel angekommen. Die alte Magd und ihr Freund, der Bibliothekar, erwarten sie bereits.

     The screen lights up again and Evelyne-Rose quickly types in a letter three times whereupon three different voices shouted one after the other: “Zur Seite, bitte!” “A côté, s’il vous plaît!” “Stap opzij, alstublieft!” She wants to reach for her heavy bag but it appears to have imploded. The small treasure safely kept in her coat’s pocket and feeling considerably lighter now, Evelyne-Rose continues to her journey up the hill. This time the crowd of tourists would understand her when she asks them politely to step aside. The top of the hill becomes increasingly visible and shortly before the bell chimes, Evelyne-Rose has finally reached her destiny. The old maid and her friend, the librarian, have already been waiting for her.

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Die alte Frau begrüßt Evelyne-Rose mit den Worten: “Herzlichen Glückwunsch, meine Liebe! Du hast es noch gerade so geschafft. Lass uns schnell zur nächsten Aufgabe übergehen. Wenn du ein Burgfräulein werden möchtest, muss du gegen einen richtigen Ritter mir dieser Waffe hier kämpfen.“ Die alte Magd reicht Evelyne-Rose ein Schwert, das bei näherer Betrachtung eine alte, stumpfe und leicht gebogene Klinge zu haben scheint. „Wie soll ich mit dieser Waffe richtig kämpfen? Sie ist doch zu nichts zu gebrauchen!“ „Hör auf alles zu hinterfragen! Dein Gegner ist bereits da. Lass ihn nicht warten.” Die alte Dame schubst Evelyne-Rose rasch durch ein Paar rote Vorhänge in den Hof der Burg. 

     The old woman greets Evelyne-Rose with following words: “Well done, my dear! You’ve made it just on time. Let’s move on quickly to the next challenge. If you want to become a fair lady of the castle, you will have to fight against a real knight with this weapon here.” The old maid hands Evelyne-Rose a sword which, under close scrutiny, appears to have an old, blunt and slightly bent blade. “How shall I fight with this weapon? It’s of no use!” “Stop questioning everything! Your adversary’s already arrived. Don’t make him wait.” The old woman quickly pushes Evelyne-Rose through a pair of red curtains into the castle’s courtyard.

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Da beginnt die Musik auch gleich zu spielen. Langsam fängt Evelyne-Rose an, sich mit ihrem Requisit wie eine Marionette mit unsichtbaren Fäden zu bewegen. Sie bewegt sich so leicht und tänzerisch zur Musik, die Klinge Mal auf ihrem Kopf oder ihren Hüften balancierend, dass ihr Gegner ganz verzaubert ist. Sein ursprünglicher Instinkt, Sie Mausetot zu schlagen, wandelt sich rasch in eine Flamme der Begeisterung. Als die Musik aufhört zu spielen, verspricht er ihr, sie fortan zu begleiten und zu beschützen.

     Music starts to play at once. Slowly Evelyne-Rose begins to move with her prop like a puppet with invisible strings attached. She moves like a dancer to the music balancing the blade every now and then on her head or hips. Seeing this, her adversary is growing evermore enchanted. His initial instinct to strike her stone-dead soon turns into a flame of admiration. When the music stops, he promises to protect and to accompany her henceforth.

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Wieder hinterm roten Vorhang, empfängt die alte Frau die beiden mit den Worten: “Gratulation! Ich werde dich und deinen neuen Freund für die letzte Prüfung zu einer Weinprobe schicken. Ihr werdet roten und weißen Wein probieren und du wirst eine 50% Chance haben, die richtige Jahreszahl zu erraten. Einer der besten Weine weltweit stammen aus unserer Region. Vermassel diese letzte Prüfung nicht!“ Mit diesen Worten fängt die Magd auch gleich an, ein Glas nach dem anderen zu füllen…

     Behind the red curtains again, the old woman welcomes them telling the two: “I will send you and your new friend for your final challenge to a wine tasting test. You will be trying red and white wine and will be given a 50% chance to guess their right date. Some of the world’s finest wine comes from our region. Don’t fail at this final test!” That said, the maid promptly begins to fill one glass after the other…

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“Nun denn, was denkst du? Wurde dieser Weißwein im Jahre 1977 oder 1999 hergestellt?“ Evelyne-Rose, die noch eine Jungfrau ist, wenn es um Wein geht, hat nicht die geringste Ahnung. Sie greift in ihre Jackentasche und sagt dabei: „Ich muss kurz in der Bibliothek nachsehen…“ „Nein, ich benötige JETZT eine Antwort!” ruft die alte Frau ungeduldig. Da es eine 50% Erfolgschance gab, die richtige Zahl zu erraten, sagt Evelyne-Rose kurzerhand einfach ‘99. Daraufhin wird die alte Frau wütend und ihr Begleiter läuft aus Verlegenheit rot an. „Dies ist ein Federweißer, meine Liebe. Kennst du ihn nicht? Es handelt sich in der Regel um einen jungen Weißwein, der jedes Jahr aufs Neue frisch zur Federweißer-Saison hergestellt wird. Du wirst nie ein weises Burgfräulein werden! Ich werde dich mit einem Fluch belegen, der dich in eine Weinrebe verwandeln soll!“

     “Now then, what do you think? Was this white wine produced in the year 1977 or 1999?” Evelyne-Rose who is still a virgin when it comes to wine has absolutely no idea. She reaches into her coat’s pocket while saying: “I need to look it up in the library…” “No, I need an answer – NOW!” the old woman cries impatiently. As there was a 50% chance of guessing it right, Evelyne-Rose simply says  ’99. On hearing this, the old woman grows furious and her companion blushes embarrassedly. “This is a Federweißer, my dear. Don’t you know it? It’s a young white wine that is being freshly produced every year anew during the Federweißer season. You will never become a wise fair lady of the castle! I shall put a spell on you that will make you turn into wine leaves!”

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Bevor die alte Magd sie jedoch zu fassen bekommt, nimmt ihr Freund schnell Evelyne-Rose’s Hand und sie fliehen gemeinsam von der Burg. Die beiden springen durch ein Fenster und klettern die Fassade der Burg hinunter, die mit Weinreben bedeckt ist. Beim genaueren Hinsehen bemerkt Evelyne-Rose, dass die grünen, roten und goldenen Blätter in Silhouetten-artiger Form von Personen gewachsen zu sein schienen. Die beiden hätten es beinahe geschafft. Doch dann taucht wie aus dem Nichts ein kleiner nerviger Vogel auf, der sie einfach nicht in Ruhe lassen will. Evelyne-Rose verliert plötzlich ihr Gleichgewicht und rutscht aus. Sie will soeben losschreien, als sie aus dem Schlaf hochschreckt. Ihr Smartphone ist ausversehentlich aus ihrer Hosentasche gefallen. Sie hebt es hoch. Jemand hat mal wieder etwas getweetet. „Stellt bitte alle eure Geräte ab! Es ist jetzt Zeit für eure Prüfung.“  

     Before the old maid can get hold of her, her friend quickly takes Evelyne-Rose’s hand and they escape the castle together. The two jump through a window and climb down the castle’s façade which is covered in wine leaves. Taking a closer look, Evelyne-Rose notices that the green, red and golden leaves appear to have been growing in the silhouette-like shape of people. The two would have almost made it. However, a small annoying bird appears somewhat out of the blue and would not leave them alone. Evelyne-Rose suddenly loses her balance and slips. She is about to scream in fear when she wakes up with a start. Her smart phone had fallen out of her pocket, by accident. She picks it up. Someone has just been tweeting again. “Everyone turn off your gadgets, please! It’s time for your exam.”

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“Reichsburg Cochem”, alle Fotos von Dennis Schauer.

What moves you? Organising a Charity Evening as an EU Trainee in 5 Steps!

by Jasmin Kanditt


1. What & why? Carefully contemplating your event’s topic (instead of randomly “throwing thematic dices”)!

The topic of the Charity Performance Evening – “Women & Equality” – was inspired by my participation as a trainee in the Dance Subcommittee at the European Commission (EC). This special committee, which is organised by trainees for trainees, is full of incredible women who all share a passion for dancing. 

I have, to be honest, never given that much thought to these topics before the event. It’s only in the cause of organising a fundraising evening for the European Women’s Lobby and (a female artist from) Refugees got Talent that I have had the opportunity to learn about a new exciting topic that inspires and concerns everyone – men/women, refugees/non-refugees, black/white, old/young, etc.

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“Doing something meaningful which I can feel passionate about was the main driving force that motivated me to organise the Charity Evening in the first place.” 


2. When? Grab your pen and boldly mark a red cross in your event’s calendar! ×

There is always something going on in Brussels – Europe’s busiest hub of competing lobby groups from all around the world. There is a “24/7 social media bombardment” with bullet-point-like tweets and posts being aimed at myriads of target groups out there. The list of events – taking place (often in parallel) on many equally exciting topics – is infinite…

This makes it extremely challenging to find a suitable timeslot in people’s schedule. In order to avoid “War of the Events” clashes as much as possible, it is thus advisable to check with the EC Trainees’ Committee and other Subcommitees at the European Commission well in advance.

Once you have marked a cross in your event’s calendar, I’d recommend communicating the date by using a live countdown timer. This useful online tool functions as a visual reminder for people to easily keep track of how much time is left until your event takes place.

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3. Where? Embarking on a crazy venue hunt in the heart of the Brussels’ “urban jungle”! 

The venue should be located quite central near the EU institutions in order for your guests to get there easily after work. It should furthermore be accessible without difficulty by public transport. The Charity Performance Evening was held in a place called Sazz N Jazz, which is located in proximity of the EU’s institutional landscape within walking distance of the metro station “Botanique”.  

Other criteria to be taken into account when searching for an appropriate venue for your event inlcude: the venue’s size, opening hours, possibility for catering (drinks&snacks), availability of a podium, chairs, tables, technical equipment (lights, speakers, etc.).

Possible venues include Brussels-based Community Centres as well as private venues. Please note that the European Commission does not allow any charity events to be organised on-site of their buildings. Taking this into account, my advice is to start your venue search in Brussels as soon as possible!

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IMG_7640b.jpgSazz n Jazz  is “a real art house, music room, café théâtre, comedy club, expo hall”!  (Ali)


4. With whom? Gem-stone searching and face-to-face interviewing of  international artists and performers! 

„Refugees got Talent“ – Interview with the inspiring Artist CH MIA!

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„Die getanzte Freude, eine Frau zu sein!“ – Interview mit Bambi Sahab (Teil I) : Wie alles anfing

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DENA – Brussels-based Comedian who performed at the opening ceremony of the EU Trainees in March 2018.

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4. For whom? Inviting guests! 

The question of whom to invite depends very much on the venue chosen. Do note that if it was possible to organise a charity event in one of the EC buildings, it would be more or less restricted to EC trainees only (as they are the ones who hold a badge to enter the EC’s on-site facilities). However, if the event is organised in a public place, it is possible to invite people from everywhere – making it thus more open and inclusive to others.

Another option is to politely (but persistently) “knock at the door” of other Subcommittees at the European Commission who take an interest in your event’s topic and cause. This includes in the case of the Charity Performance Evening, first and foremost: the Dance Subommittee, the Culture Subcommittee, the Europeans of Colour, the Solidarity/Human Rights Subommittee as well as the Sustainability Subcommittee. 

Note: the picture below shows a personalised cup by the Refugees got Talent artist Chinara Moukhametova whose work won with nearly 100 likes the plastic-free pluxing game organised every Thursday by the Sustainability Subcommittee at Place Lux (Brussels).

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5. How? Reach out and cast your net via different communication channels!

As regards charity-focused events in particular, I’d recommend using an online crowd funding tool to easily promote and safely collect donations made via the internet. Please note that in order to set up one’s own crowd funding site, it is necessary to convince the respective service providers of your charity event’s concept in: emails, phone calls and face-to-face meetings at their office in Brussels. This takes some time but it is definitely  worth it as can be seen here!

There’s also the vast social media repertoire you can always resort to nowadays, including: Facebook (the event’s virtual public “diary” as well as thematically-related closed groups of the European Commission’s Subcommittees, for example), email lists, online newsletters, etc.

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Design, print and always have some flyers readily available with you to hand out to interested people (whilst chatting away on a “Thirsty Thursday” at Place Lux, for example 😉 ) ⇓ 

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Register, attend and find inspiration in various Brussels-based meetings and conferences that deal with topics related to the one of  your event.

Note on the picture below: Inspiring speech held by Vera Jourova – European Commissioner for Justice, Consumers and Gender Equality on the question of “What’s the scorecard on gender equality?” (Conversation series organised by Friends of Europe at the North Rhine-Westphalia Representation in Brussels on 26 June 2018).

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Lessons learned for life!

Whatever happens, don’t panic! Remain flexible even if things are not always going according to plan. Take the case of the online crowdfunding attempt by means of a raffle game to be held at the EC’s Euroball, for exampe. As plan A didn’t work out, the raffle game was simply held at the Charity Performance Evening instead. Here, guests were able to win fun prices whilst making additional donations at the same time. This shows that “the game is never over” and that there is always a Plan B to resort to.

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Besides from resilience and persistence, other skills aquired over the last months include:

  • Time-management
  • Organisational skills
  • Communication skills
  • Creativity and out of the box thinking
  • Ability to work autonomously as well as to cooperate where necessary
  • Budgeting skills 

I have moreover learned valuable insight into the meaningful work of the European Women’s Lobby and Refugees got Talent in the cause of organising a fundraising evening for these two NGOs in Brussels. The incredible women I have met and interviewed on my “5-step-journey” left a lasting impression on me – and hopefully also on many others. Last but not least, I have managed to extend my dance repertoire while making friends with people from all over the world! ♥

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…What moves you? Time to get up and to give it a try!  

“Refugees got Talent” – Interview with the inspiring Artist CH MIA!

Background

I first came from Azerbaijan to Belgium about 4 years ago – bringing with me my family as well as my passion for art. Brussels offers many possibilities for artists to show and share their talents with society. I am highly motivated about pursuing a career as an artist in this exciting city, working on many projects and being full of ideas.

“Art enables us to find ourselves and to lose ourselves at the same time.” 

(Favourite quote by Thomas Merton)

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What kind of message do you wish to convey with your art?

Art for me is a form of language. It helps me to express myself and to explain to others what happened to me in this life. One says that artists have a different view of the world. I believe there’s a grain of truth in this. Through the eyes of an artist, the world often appears more vibrant and colourful being full of strong feelings and emotions.

I want to show the world the way I see life as an artist. That said, life is more important than art in my opinion – why? Because art can serve as a medium to convey a message about what happens in life. As such, I am open to exploring art and life – knowing that no matter what, all will turn out well in the end.

2Art and love is also one and the same thing in my opinion. They represent new exciting feelings that strike you all of a sudden. It’s an overwhelming feeling as if waking up to a new world. I am an artist who, experiencing such strong emotions, is capable of creating all sorts of art.

I wish to bring across different messages with my work, showing life with all its positive and negative sides. No matter what religion, ethnicity or skin colour people have – we’re all one. We all belong together, like brothers & sisters.

How did your passion help you deal with challenges experienced in life?

5Art helped me to overcome challenges and to connect with others. You know sometimes when people look at my work, they go “Wow, it’s nice. It’s beautiful!” and then they try to find the artist and I hear them exclaim in astonishment “Oh, you’re beautiful! And you’re art is also beautiful!” I thank them but art is not just about superficial beauty and appearing “nice”. Art expresses deeper feelings and emotions. My art shall also always tell a story about other people I have met in life.

One more note, sometimes people want to see life as they prefer to see it in a piece of art but not as it really is. Art can lie and art can show the reality at the same time. I may for example draw a portrait of someone who looks at it and goes: “Oh, I don’t like my neck; I don’t like my eyes… Can you perhaps change it a little bit? (Like Photoshop?) Yeah, like Photoshop! It can be like this with faces, landscapes, “the beautiful life”… We’re supposed to show “the real life” but the real life is sometimes something entirely different.

3How did your talent help you to adapt to a new cultural environment?

Before coming to Belgium, I stopped drawing and painting altogether – why? Because I was simply too angry about people not respecting my work as an artist. It’s like being given a present by someone at a birthday party: they take a brief look at it, thank you and then they simply put it aside. I don’t like this kind of attitude towards art.

Then I came here where my work has all of a sudden been paid genuine attention to. My French language teacher in the refugee centre told me back then: “Ah, I like your drawings!” She encouraged me to ask for more art material in order to further improve my art skills. People there believed in me and my talents. This in turn empowered me to move from a “social housing” for refugees on the capital’s periphery to the heart of Brussels where I can now share my art with others in exhibitions.

I started completely from zero when I first arrived in Belgium. Thanks to the help of the people who supported me, I was able to grow as an artist and to create bit by bit a new home for me here. Art helped me to integrate and to make new friends in another country. People also got to know me in society through my work as an artist.

3What words of encouragement do you have to say to other people and to women in particular?

Art has deliberated and empowered me as a woman in many ways. As a female refugee artist, my talent made me more confident and independent. Back home in my country, this was not necessarily the case. Women cannot go outside there without their father, brother or husband accompanying them in public. My younger brother always had to accompany me when going to and coming from school, for example. Here, my brother lets me go out on my own. He is proud of me and my work as an artist.

What else can I say? I’m a refugee but not by choice. I’m human just like you. Everyone can be an artist, though. It’s just that not everyone wants to necessarily “show it”. Some people prefer to hide their talent and not share it externally with others. I’ve also the impression that most women are afraid to say what they think. I’d like to tell these women the following:

“Be strong and don’t be afraid to express your thoughts through your art (acting, drawing, painting, singing, etc.).”  What’s more, don’t just watch your dreams pass idly by like clouds in the sky… You can dream but also take action and realize your dreams at the same time.

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List of some exhibitions with Ch Mia:

  • Participant in the exhibition « MosARTic » La Vallée Molenbeek – Brussels 01.12.2016 – 04.12.2016
  • Exhibiting 2 pieces of work at the U.S. Embassy – Brussels 15.12.2016 – 15.01.2017
  • BOZAR Live painting « Human Rights » – Brussels 13.12.2016
  • BRASS exposition « Art Fair » – Brussels 16.03.2017 – 19.03.2017
  • Sénat Live painting – 08.03.2017
  • “Color café” live painting – Brussels 2017
  • ConvivialLive painting et exposition – Brussels09.2016
  • « Performance of Lydia Richardson » Live painting –  Brussels 24.09.2016
  • Participant in a documentary by Amnesty International « L’humanité surgit d’un regard. Ouvrir les yeux, c’est la rencontrer » – 20.06.2016
  • Various interviews: sk , La libre , RTBF , etc.
  • Project « RefugeesGotTalent » – Brussels
  • Project « je suis humain » d’Amnesty International (currently ongoing)
  • Psycart, ESPACE 51 – L’expo collectife  “THE TASTE OF DIFFERENCE “ : Scharbeek 11.03.2018 – 15.04.2018
  • BXL Dorado – Group Expo – Institut Pacheco : Brussels 19-20 + 26-27/05 , 2-3 + 9-10/06  2018

“Die getanzte Freude, eine Frau zu sein!” – Interview mit Bambi Sahab (Teil I) : Wie alles anfing…

Wie bist du, als heutige Tänzerin und Leiterin eines Tanzstudios, zum Orientalischen Tanz gekommen?

Kannst du dich kurz vorstellen?  Wie ist dein Name und was bedeutet er? 

Mein Künstlername ist “Bambi Sahab”. Jedoch lautet mein bürgerlicher Name weder „Bambi“ noch „Sahab“, sondern Antje Kerstin. Ich habe relativ früh den Spitznamen „Bambi“ bekommen und als ich nach einem geeigneten Künstlernamen suchte, habe ich „Sahab“ sozusagen als “Nachnamen” hinten angehängt. Im  ägyptischen Dialekt steht „Bambi“ für die Farbe Pink und das arabische Wort „Sahab“ bedeutet übersetzt „Wolken“. So bedeutet mein Name sinngemäß „wie auf rosaroten Wolken“.

Unter dem Künstlernamen „Bambi Sahab“ betreibe ich ein Tanzstudio, das “TARAB, Zentrum für Orientalischen Tanz” in Heidelberg, welches dieses Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Meiner Leidenschaft für den Orientalischen Tanz bin ich 1989 verfallen.

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Foto: F. Dürrschmied (cam_for_arts)

Den ersten Schritt als Tänzerin wagen: Als junge Mutter durch den Unterricht einer herzlichen und kompetenten Dozentin ermutigt…

Ich habe schon immer sehr gerne getanzt, schon als Kind und später umso mehr als Jugendliche. Es war so eine Freude am körperlichen Ausdruck meiner inneren Bewegung, so eine Lust, Musik sichtbar zu machen. Es kam aber nie dazu, dass ich damals Tanzunterricht besucht habe. Erst später, als junge Erwachsene – nachdem ich bereits meine Tochter zur Welt gebracht hatte und das Gefühl hatte, dass ich mir selbst etwas Gutes tun muss – habe ich angefangen, Unterricht zu nehmen. Ich war auf der Suche nach etwas, das mich stärkt, das gut ist für meine Seele. Ich wusste, ich brauche einen Ausgleich zum Alltag, um meinem Kind eine gute Mutter sein zu können. Meine Tanzleidenschaft mehr zu leben, “richtig” Tanzen zu lernen, war ein großer Wunsch von mir.

Im für eine Tänzerin “fortgeschrittenen Alter” von 21 Jahren habe ich mich in der Tanzlandschaft umgesehen nach einem Stil, mit dem ich – auch ohne tänzerische Vorkenntnisse aus der Kindheit – beginnen könnte. Ich wollte nicht nur so einfach vor mich hin tanzen, sondern etwas Konkretes lernen und hatte vage Vorstellungen, „etwas daraus zu machen“. Zu diesem Zeitpunkt waren das noch keine beruflichen Pläne, nur innige Sehnsüchte, mich tänzerisch zu entwickeln. Ich habe verschiedene Tanzrichtungen ausprobiert, z.B. Indischen Tanz …  (Meinst du Bollywood?). Nein, von „Bollywood“ war in der Tanzlandschaft in den späten achtziger Jahren überhaupt noch keine Rede. Angeboten wurden damals Afrikanischer Tanz, Flamenco, auch Klassische Indische Tanzstile, wie z.B. Bharatnatyam. Das waren so die Ethno-Tänze, die man damals erlernen konnte – und eben auch Orientalischen Tanz, landläufig als “Bauchtanz” bezeichnet.

„Weiblichkeit und Lebensfreude, Anmut und Sinnlichkeit“ – was im Kursprogramm einer Volkshochschule über den Orientalischen Tanz stand, hat mich damals direkt angesprochen. So habe ich mich einfach mal angemeldet und man kann sagen, es war ,,Liebe auf den ersten Hüftschwung”! Ehrlich gesagt war es keineswegs so, dass ich diesen Tanz “sofort konnte” oder dass ich besonders talentiert dafür gewesen bin – überhaupt nicht! Ganz im Gegenteil, ich hatte am Anfang eher den Eindruck, es kommen große Herausforderungen auf mich zu. Aber dennoch hatte ich gleichzeitig das Gefühl, dass dies die Tanzbewegungen sind, die mein Körper schon immer machen wollte.

Ich hatte das Glück, eine sehr symphatische und kompetente Dozentin erwischt zu haben, ihr Name ist Mitra Mir Emadi. Bei ihr habe ich die Grundlagen des Orientalischen Tanzes anderthalb Jahre lang gelernt.  Letztlich hat ihr Unterricht dafür gesorgt, dass ich der Liebe zum Orientalischen Tanz bis heute treu geblieben bin. Mitra ist übrigens ihr bürgerlicher Name, sie kam als Tochter einer Deutschen und eines Iraners zur Welt und unterrichtete über die Volkshochschule in Mannheim. Mitra ist nur wenige Jahre älter als ich und so konnte ich mich gut mit ihr identifizieren. Sehr liebevoll und herzlich im Unterricht, trug sie auch zu meinem Verständnis dafür bei, dass so eine gewisse „Wärme“ als Dozentin – damit die Schülerinnen sich im Unterricht wohlfühlen und leichter etwas lernen können – mit der technischen und fachlichen Kompetenz einher gehen muss. Später ist Mitra weggezogen und ich habe zwei Jahre keinen Unterricht mehr genommen.

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Foto: E. Klatt

Auf der Suche nach einer neuen, guten Tanzlehrerin, wurde ich auf einmal selbst darauf angesprochen, zu unterrichten…

Nachdem Mitra weggezogen war, habe ich vergeblich nach einer neuen Tanzdozentin gesucht und viele sehr enttäuschende Unterrichtsstunden erlebt. Sowohl von der Vermittlung der Tanztechnik, als auch von ihren Persönlichkeiten her haben mich viele Lehrerinnen für Orientalischen Tanz, die ich ausprobiert habe, nicht überzeugt. So habe ich fürs erste für mich alleine weitergetanzt.

Irgendwann habe ich eine Frau kennengelernt, der ich von meiner Liebe zum Orientalischen Tanz erzählt habe und die spontan sagte: „Ach, das wollte ich schon immer mal machen. Hättest du nicht Lust, zu unterrichten?“ Meine Antwort war damals wohl ungefähr diese: „Moment mal! Ich bin ja gar keine Lehrerin und habe auch schon länger keinen Unterricht besucht.“ Sie aber meinte nur: „Komm, lass es uns doch zum Spaß einfach mal probieren.“ So habe ich angefangen selbst zu unterrichten. Schnell war es eine kleine Gruppe von 5 Frauen, die Unterricht in Orientalischem Tanz bei mir nehmen wollten und wir hatten viel Freude an unseren Tanzstunden. Gleichzeitig realisierte ich, dass, wenn ich eine gute Dozentin sein möchte, ich auch selbst unbedingt wieder Unterricht nehmen muss. Also habe ich meine Suche nach Orientalischen Tänzerinnen heftiger denn je betrieben und bin damals im Unterricht von Sigrid Brenner an der Volkshochschule Heidelberg gelandet, die mich durch ihr reiches Hintergrundwissen und ihre ungekünstelte, fröhliche Art beeindruckt hat.

Die Liebe zum authentischen ägyptischen Tanz auf Tanz-Kongressen entdecken!

Sigrid Brenner hat damals, 1994, den Bundesverband Orientalischer Tanz (BVOT) gegründet – eine überregionale Vereinigung von Tänzerinnen, die sich alle auf Orientalischen Tanz spezialisiert haben. Wir haben uns anfangs zweimal im Jahr zu sogenannten „Kongressen“ zusammengefunden. Dort haben wir Tänzerinnen uns über “unseren” Tanz ausgetauscht und man konnte Workshops mit vielen verschiedenen Dozentinnen aus dem In- und Ausland besuchen. Durch diese Zusammenkünfte bekam ich einen Gesamtüberblick über alle Orientalischen Tanzstile, die damals verbreitet waren. Sogar sehr seltene Tanzstile, die man wirklich wie die Stecknadel im Heuhaufen suchen muss, konnte ich ausprobieren und so letztlich die für mich stimmigen Tanzrichtungen finden.

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Foto: A. Block

Damals bin ich meiner Liebe zum ägyptischen Tanzstil, insbesondere dem „Baladi“ verfallen. „Baladi“ ist die urbanisierte Folklore Ägyptens, also das, was sich unter dem Einfluss der Stadt Kairo aus den volkstümlichen Tanzstilen entwickelt hat. Somit gilt „Baladi“ heute als „Mutter des modernen Orientalischen Tanzes“ und ist die Grundlage, um „Raks Sharki“, den klassischen Orientalischen Tanz, verstehen zu können. Auf einem der Kongresse des Bundesverband Orientalischer Tanz begegnete ich „Reyhan Seward“ aus Frankfurt, die mir als Tänzerin dadurch aufgefallen ist, dass sie sehr authentisch Ägyptisch-Orientalisch unterrichtete. Sie selbst hatte hauptsächlich in Ägypten, dem Geburtsland des modernen Orientalischen Tanzes, gelernt und recherchiert und unterrichtete auf hohem Niveau mit fundiertem Hintergrundwissen. Ich besuchte regelmässig den Unterricht in ihrer Tanzschule „Studio Orienta“ in Frankfurt. Sie war mit Abstand diejenige, die mich als Tänzerin am meisten geprägt hat.

Auf den BVOT-Kongressen hatte ich zu unterscheiden gelernt zwischen den vielen Fantasy-Stilen (also den Vorstellungen westlicher Tänzerinnen vom Orientalischen Tanz) und dem, was man in den Herkunftsländern als Raks Sharki, Orientalischen Tanz, bezeichnet und den entsprechenden folkloristischen Tänzen.  Meine Folgerung war, dass, bevor man etwas variieren und fusionieren kann, man erst einmal zu den Wurzeln zurückkehren muss. Dass es notwendig ist, zu schauen, wo der Orientalische Tanz seinen Ursprung hat, aus welche(n) Kultur(en) er stammt, warum er getanzt wird, wie er sich dort weiterentwickelt hat, was die ursprünglichen Bewegungen und ihr authentischer Ausdruck sind.

So bin ich durch viele unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen zur Dozentin für Orientalischen Tanz gereift. Ich habe sehr viel Unterricht genommen, viele unterschiedliche Persönlichkeiten kennengelernt und somit ganz verschiedene Arten, diesen Tanz zu interpretieren und anderen Frauen zu vermitteln.

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Foto: J. Heinzmann

Ein Rat an Frauen, auf der Suche nach einer geeigneten Tanzdozentin für Orientalischen Tanz: 

Es gibt heute eine große Orientalische Tanzszene, was man erst dann erfährt, wenn man sich mit diesem Tanz zu beschäftigen beginnt. Wir haben – in Deutschland und weltweit – tolle Festivals mit Stars und Sternchen. Das ist eine wunderbare Entwicklung dem Tanz zu mehr Akzeptanz als ernstzunehmende Kunstform zu verhelfen. Ich muss aber – nachdem ich mich schon Jahrzehnte in diesem Umfeld bewege – ehrlich sagen, dass sich “die Szene” für mich in den letzten zehn Jahren bedauerlicherweise eher ins Negative entwickelt hat. So sehe ich immer mehr Tänzerinnen, die ganz eindeutig operiert sind, die z.B. ihre Brüste haben vergrößern lassen, die Manipulationen am Gesicht haben vornehmen lassen usw.  Sicher ist das ein weltweiter Trend, nicht nur in der Orientalischen Tanzszene und eine persönliche Entscheidung jeder einzelnen Frau. Aber gerade was Orientalische Tänzerinnen anbelangt, macht es mich richtig traurig. Denn es ist meist nicht notwendig und suggeriert ein Bild vom Orientalischen Tanz, das nicht gesund für das Selbstbild von Frauen ist. Mit einher geht ein „immer höher, immer schneller, immer weiter“, so eine Entwicklung, tänzerisch hauptsächlich durch technische Finessen und dramatische Effekte beeindrucken zu wollen. Wobei für meinen Geschmack häufig der persönliche Ausdruck, Musikalität und Gefühl vernachlässigt werden und viele Tänzerinnen sich – nicht nur wegen der Operationen – auffallend gleichen. Deswegen wollte ich allen, die sich für Orientalischen Tanz interessieren, etwas Wichtiges mit auf den Weg geben:

Schaut Euch genau an, wer Orientalischen Tanz unterrichtet und wie der Tanz vermittelt wird. Eine gute Lehrerin sollte authentisch im Ausdruck sein, Weiblichkeit und Wärme auf ungekünstelte Art ausstrahlen und selbstverständlich über fundierte Tanztechnik und Hintergrundwissen verfügen. Wenn dies der Fall ist, kann sie sehr förderlich für eine Frau auf ihrem individuellen Tanz-Weg sein, der auch immer ein Weg nach innen, also ein psychischer Weg ist. Es gibt heute sehr viele Tänzerinnen und Dozentinnen. Wählt genau aus und schaut euch an, zu wem ihr passt und wem ihr Euch anvertrauen wollt, um am Ausdruck Eurer Weiblichkeit zu arbeiten. Gebt auf keinem Fall nach den ersten drei Versuchen auf, sondern probiert es weiter, bis ihr jemanden findet, der wirklich zu euch passt und der liebevoll zu Eurer Entwicklung beiträgt.

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Photo by Anthony on Pexels.com

Tackling the Refugee Crisis: What can I do?

The refugee crisis is reality: it is taking place in our cities, here in Europe. Zooming in from an emotionally-detached piece of factual news on the flickering screen to the actual scene of directly involved individuals “on the ground”: Asking oneself what can be done, Ségolène – a brave mother of two wonderful children – decided to volunteer by hosting refugees at her home. In the interview below, she shares her personal experience on the up-to-date topic with us: 

How did you get involved in volunteering with refugees? It all began in October last year when I felt deeply touched by the volunteering experiences shared on the  public “Plateforme citoyenne de soutien aux réfugiés Bruxelles”. Called into action, I joined the platform’s group “Hébergement citoyenne” on Facebook. In this group, members can quickly fill in a daily online survey requesting to help refugees in various ways: either as a driver giving them a lift in Brussels and other parts of the country or as a host providing shelter for a night or longer to refugees who would otherwise sleep in the street. The organisers present in the Park Maximillien where the refugees gather also try to pay attention to the specific situation of the host family concerned. I have two children at home and prefer to occasionally host young refugees on weekends for example.

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What have your experiences been so far? I have already hosted about 15 boys and girls aged between 16 and 28 years from countries such as Sudan, Ethiopia and Eritrea. Once you start, you cannot stop: you spend time with these young people becoming increasingly engaged. They gave a lot back to me and my family in return for our hospitality. This includes not only multicultural exchanges as regards exotic dishes which remind them of home but also, and more importantly, lessons learnt such as this one here: a smile  full of hope, optimism and determination – despite all the hardship they’ve been through in their life – appears like a simple gesture but it moves me deeply as it helps me and my children put things into new perspective. The last two refugees I helped were two young boys from Ethiopia with whom my family got along well despite some misunderstandings due to language differences. Needing a break and being able to not only physically but also mentally escape all the tragedies they experienced in life, these young refugees appear at the end of the day also only like normal teenagers: they like to watch TV, listen to music, and enjoy taking selfies with their phones.

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Who are the organisers that make all of this happen? The organisers are incredible people. Despite their jobs, studies and private lifes, they still find the energy to go every evening from eight to one or even two o’clock in the morning to the Park where they try to help about 400-500 refugees find shelter for the night. The organisers’ optimistic spirit and sense of solidarity is inspiring encouraging citizens to get involved in volunteering activities for refugees in their communities. Since October 2017, the volunteering platform has grown from 3.000 to more than 40.000 members!

What important role do smart phones play for refugees? Representing a vital object, the smart phone helps to create a “bridge” to their old life whilst helping them navigate in and adapt to a new and unfamiliar environment abroad. On the one site, it allows them to stay in contact with their family and friends back home, who like to send them news, music and videos in their native language. On the other, it provides them with vital information about public services (medical treatment, legal support, etc.) and functions as a useful translation tool to overcome initial language barriers. It’s in this sense that the smart phone is considered by some refugees to be even more vital than food, for example. Unfortunately, these important electronic devices are often being confiscated and destroyed when caught in public.

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What can I do? Help our community continue to grow by joining us at: https://www.facebook.com/plateformerefugiesbxl/

Whether giving your old smart phone a “second meaningful life”, donating clothes, hygiene products or volunteering as a driver and/or host – any charitable act is greatly appreciated!

 

Air Pollution at Schools: Can it Affect Children’s Health and Academic Performance?

“Air – you breathe it every day without even thinking about it. Why then should you all of a sudden bother about the invisible gas you fill your lungs with? Aren’t there other more urgent and important things to worry about in life?” This is what I used to think when confronted with the topic until last month when I unexpectedly became witness of a rather unusual scene: a large group of children were protesting together with their parents in the middle of a street on a Friday morning.

30 MarchSource of picture: Filter Cafe Filtre: https://www.facebook.com/filtercafefiltre/

What topic could these children be possibly protesting about at their young age? What was so important that they arrived  this early before their actual lessons? Why were these (pardon my German colloquial expression) “Hosenscheißer” out there?

Waiting for the bus to arrive, I decided to quickly run across the road and to find out what was going on there. Annekatrien Verdickt – the parent in charge of the protest on the scene – kindly explained to me that they were blocking the busy school road that day in protest against air pollution at primary schools. The parents’ ultimate goal is to achieve an acceptable level of air quality (max. nitrogen dioxide limit of 20 μG/M³) for their children in all schools across Brussels.

16 MarchSource of picture: Filter Cafe Filtre: https://www.facebook.com/filtercafefiltre/

This strange Friday morning scene remained stuck in my mind for some time now. I couldn’t simply hop on the bus, plug in my earphones and immediately forget about it all afterwards (although I got a lot of other things on my mind…). Anyhow, if this bunch of busy parents and their children thought it was such an important topic to invest their time and energy in, how can I – how can anyone – possibly just turn their back on them and simply walk away?

After all, doesn’t this topic concern all of us in some way or another? You may have younger siblings or nieces and nephews that are still going to school. And don’t forget, you may also have a family of your own at some point in the future. And when the moment comes in which your conscience is clouded by dark worries about dangerous fumes affecting your vulnerable child, you would want others to take an interest in the issue of air pollution too, wouldn’t you?

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Source of picture: Filter Cafe Filtre: https://www.facebook.com/filtercafefiltre/

Background information

So what can be done then? First of all, lift the “smoky veil of ignorance” by adopting a clearer more informed view on the topic! The protest described above followed the publication of an eye-opening study run by a non-governmental environmental organisation. Here’s a short three-point summary of Greenpeace’s study report My Air, my School:

 

  • The study finds that “The quality of the air in about 60% of Belgian schools is worrying and even poor, while only 3% are considered to have good air quality”, p.14

 

  • The study is based on the scientific work of the specialized laboratory “BuroBlauw” which  measured the  level of nitrogen dioxide (NO²) in and around 222 Belgian primary schools  (17% of which are based in Brussels) over a period of appx. 2 months (11/2017 – 12/2017)

 

  • The campaign is supported by numerous public associations and research institutions (including: the League of Families, the Université libre de Bruxelles (ULB) school of public health,  BRAL – a city movement striving to make Brussels more sustainable and the Flemish Association for Respiratory Health and the Fight Against Tuberculosis (VRGT))

 

NO2 levels

Source of picture: https://secured-static.greenpeace.org/belgium/Global/belgium/report/2018/SchoolMonitoring-Summary-FR.pdf

Brussels Pollution by Area

Source of picture: https://www.politico.eu/article/eu-employees-rise-up-against-toxic-air-pollution-emissions-health-air-quality/

 

What’s worrisome, the  Clear the Air for Children 2016 publication by the United Nations International Children’s Emergency Fund (UNICEF) finds that air pollution “reduces the improvement in cognitive development among school children” and can lead to “lower attendance rates in school” as well as “lower academic achievement rates” (p.30). According to UNICEF executive director Anthony Lake, “pollutants don’t only harm children’s developing lungs (making them more vulnerable to asthma and bronchitis, for example) – they can actually cross the blood-brain barrier and permanently damage their developing brains – and, thus, their futures”. In UNICEF’s report, three key sources have been introduced that are worthwhile mentioning here :

 

  • The European Commission’s 2015 study report which finds that green spaces are linked to improved cognitive development in schoolchildren because of lower traffic-related emission levels. (According to Politico, Belgium is unfortunately said to be among 12 countries breaching EU air quality standards on nitrogen dioxide.)

 

EU Capital's Particulate Pollution

Source of picture: https://www.politico.eu/article/eu-employees-rise-up-against-toxic-air-pollution-emissions-health-air-quality/

 

  • The American Psychological Association states that “Over the past decade, researchers have found that high levels of air pollution may damage children’s cognitive abilities, increase adults’ risk of cognitive decline and possibly even contribute to depression.”  (emphases added)

 

  • The Royal College of Physicians (UK)’s 2016 report explains that “Because the central nervous system is still developing rapidly after birth, children remain susceptible to harmful effects of air pollution on their neurodevelopment and long-term cognitive health. Several types of air pollution have been associated with harmful effects on neuro-cognitive development, (…) impair(ing the child’s) cognitive development and lower(ing its) IQ (…) Children exposed to high indoorNO² levels (…) have been shown to have poorer cognitive function and seem to be at increased risk of ADHD.”

 

Brussels demo with masks

Source of picture: http://welovebrussels.org/2017/02/pollution-air-quality-brussels/

 

What’s more, children can suffer a higher risk of developing asthma, allergies, pulmonary infections and cancer later on in life because of exposure to air pollution at a young age (source: My Air, my School). According to the  World Health Organisation (WHO), 1 in 9 deaths worldwide are caused by air pollution. Answering the title of this article: Can air pollution at schools affect children’s health and academic performance? The answer to this rhetorical question is self-evident: of course, it can! So what can be done then?

 

Time to take action!

ManifestSource of picture: Filter Cafe Filtre: https://www.facebook.com/filtercafefiltre/

 

“It’s absolutely necessary to put in place urgent measures (in order to tackle air pollution)”, Greenpeace spokesperson Juliette Boulet exclaims (quote loosely translated from French into English). In the abovementioned study, her NGO recommends setting up so-called “school streets” (traffic free zones) and promoting cycling paths, especially near schoolyards and entrances of school buildings. As for the spokesperson of the campaign described at the beginning of this article, Annekatrien Verdickt has already announced that “We (the parents) want to quickly repeat this action, thereby amplifying it” (quote loosely translated from French into English).

The campaign continues successfully and indefatigably: The first protest took place on Friday the 16th of March at the primary school Maria Boodschap in Brussels. The second one followed only a week later (23/03) and involved 5 schools in total. The third wave of protest grew to an impressive participant figure of 43 schools spread across many Belgian cities, including: Brussels (23), Antwerp (10), Ostend (4), Ghent (4), Vilvoorde (1) and Lichtervelde (1). According to the organizers, several more protests are to take place until the local elections in October 2018.

 

Maria Boodschnap
Source of picture: Filter Cafe Filtre: https://www.facebook.com/filtercafefiltre/

 

Are you a concerned parent? Feel free to visit the campaigners’ site  and to get involved in future actions! The peaceful protests usually involve blocking the busy road to the school by having a cup of coffee and a chat with other concerned parents (Filter Cafe Filtre), whilst allowing ones children to playfully demonstrate and occupy the road.

Are you an interested citizen? Feel free to share relevant social media content and/or to write a blog entry about this topic! You can also share your opinion and experience on this issue by leaving a comment on the site.

Take action by taking a walk or using the public transport system more often! There are also handy city bikes which you can rent for a modest fee all across Brussels. Seize the opportunity, grab a bike and become more active!


Visit useful sites, keep yourself informed:

 

Read more articles about the topic in French and English:

 

Sources:

European Commission, ‘Science for Environment Policy: Green spaces linked to improved cognitive development in schoolchildren’, European Commission DG Environment News Alert Service, 2015.

Greenpeace (Belgium), “Mon Air, Mon Ecole” (My Air, My School), report published 2018.

Politico, see link to article: https://www.politico.eu/article/eu-employees-rise-up-against-toxic-air-pollution-emissions-health-air-quality/

Royal College of Physicians, ‘Every Breath We Take: The lifelong impact of air pollution’, Royal College of Physicians, February 2016.

UNICEF, “Clear the Air for Children”, report published 2016.

Weir, Kirsten, ‘Smog in Our Brains: Researchers are identifying startling connections between air pollution and decreased cognition and well-being’, American Psychological Association Monitor on Psychology, vol. 43, no. 7, 2012, p. 32.

World Health Organisation, “First Global Conference on Air Pollution and Health” to be held in 2018.